Neu als Führungskraft? Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Neu als Führungskraft? Diese Fehler sollten Sie vermeiden

19 Januar 2022

Der erste Manager-Posten bringt neue Aufgaben und mehr Verantwortung mit sich. Unerfahrene Führungskräfte stehen oft vor unvorhergesehenen Herausforderungen und begehen Fehler, die ernste Konsequenzen für das Unternehmen haben können. Wie Sie diese Klippen umschiffen, erfahren Sie in unserem Blog. Laut einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup korreliert die Motivation von Mitarbeitern zu 70 % mit dem Verhalten ihrer direkten Vorgesetzten. Wenn die Führungskraft versagt, wird sich der Mitarbeiter schnell nach einer anderen Stelle umsehen. Deshalb sind gute Führungsqualitäten von elementarer Bedeutung. Im Folgenden zeigen wir typische Fehler auf, die Anfängern in Führungspositionen unterlaufen sowie Tipps, wie diese vermieden werden können.

Punkten Sie mit Ihrer Antrittsrede

Egal, ob Sie vor Antritt Ihres neuen Postens bereits im Unternehmen tätig sind und einige der Beschäftigten bereits kennen oder neu hinzukommen: Ihre Mitarbeiter wollen wissen, was für ein Typ Chef Sie sind und welche Ziele Sie erreichen wollen. Für Sie ist es die Chance, gute Startbedingungen für die zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen. Laden Sie Ihr Team deshalb innerhalb der ersten Woche zu einem Come together ein, um sich offiziell vorzustellen. Bereiten Sie eine kurze Rede vor, in der Sie etwas über sich und Ihren beruflichen Werdegang sagen und einen Einblick in Ihren Führungsstil geben. Schweifen Sie jedoch nicht zu sehr aus, vermeiden Sie inhaltsleere Phrasen und hüten Sie sich davor, Ihren Vorgänger zu kritisieren.

Halten Sie Ihren Aktionismus im Zaum

Sie sind voller Enthusiasmus und wollen vieles verändern? Seien Sie vorsichtig damit und überrumpeln Sie Ihre Mitarbeiter nicht gleich mit Ihrem Aktionsmus. Generell stehen Menschen Neuem eher skeptisch gegenüber. Darüber hinaus könnten Sie den Eindruck erwecken, dass Sie sich eher auf sich selbst und Ihre Karriere konzentrieren als darauf, Ihr Team mit ins Boot zu holen. Gerade die jüngeren Generationen erwarten viel Fingerspitzengefühl von ihren Vorgesetzten und möchten in Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden. Nutzen Sie die ersten Wochen vielmehr dafür, Ihre Mitarbeiter besser kennenzulernen. Dadurch bekommen Sie einen Überblick über die Fähigkeiten, Aufgaben und Erwartungen der einzelnen Teammitglieder und schaffen eine Vertrauensbasis. Erst danach können Sie Ihre Vorschläge zur Umsetzung von Verbesserungen unterbreiten.

Delegieren Sie, statt zu kontrollieren

Die Kernaufgabe eines Vorgesetzten besteht darin, die Aufgabenteilung im Team zu planen und zu definieren, konkrete Ziele zu setzen und bestimmte Erfolge zu erzielen. Begehen Sie also nicht den Fehler zu glauben, dass Sie sich auf allen Gebieten auskennen müssen und jedes Problem lösen können. Dafür sind Teammitglieder mit entsprechendem Fachwissen zuständig. Es ist also wichtig, die Stärken jedes einzelnen Mitarbeiters zu kennen, um entsprechend delegieren zu können. Hier lauert eine weitere Falle, in die unerfahrene Manager oft tappen: Mikromanagement. Sie sollten tunlichst vermeiden, nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin in allen Details vorzugeben und die Arbeit Ihrer Mitarbeiter ständig zu kontrollieren. Dadurch signalisieren Sie, dass Sie ihnen wenig zutrauen, was zu Frustration und Demotivation führt. Lernen Sie, Ihren Experten zu vertrauen und lassen Sie ihnen genügend Entscheidungsfreiraum. So stellen Sie sicher, dass Ihr Team auch während Ihrer Abwesenheit funktioniert.

Sparen Sie nicht mit Respekt und Wertschätzung

Die Unternehmungsberatung Harbinger Consulting hat die Ergebnisse mehrerer Umfragen zusammengetragen und die wichtigsten Kündigungsgründe von Arbeitnehmern ermittelt. Das Ergebnis: Kündigungsgrund Nummer Eins ist geringe Wertschätzung (76 %), gefolgt von schlechter interner Kommunikation (70 %). Legen Sie deshalb besonders großen Wert auf die Art des Umgangs in Ihrem Team. Verhalten Sie sich stets höflich, freundlich und korrekt. Praktizieren Sie transparente Kommunikation, indem Sie Ihr Team rechtzeitig über mögliche Veränderungen informieren. Würdigen Sie das Fachwissen eines Mitarbeiters, indem Sie ihn vor einer Entscheidung um seine Meinung bitten. Geben Sie jedem einzelnen Teammitglied das Gefühl, wirklich wahrgenommen zu werden, und geben Sie in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen konstruktives Feedback. Und vor allem: Seien auch Sie offen für Anregungen und Kritik seitens ihrer Mitarbeiter. Denn als ihr Vorbild dürfen Sie von ihnen auch nur das verlangen, was Sie selbst bereit sind vorzuleben. Verfügen Sie über gute Führungsqualitäten? Heben Sie Ihre Karriere mit unserer Unterstützung auf die nächste Stufe. Finden Sie in unseren Stellenangeboten Ihre nächste Herausforderung oder kontaktieren Sie eine Niederlassung in Ihrer Nähe.